Die eigene Cloud

Vor-/Nachteile

Der Wunsch

Das Gerät

Erreichbarkeit

Die Lösung

 

Neben der Analyse der Daten von Google spielte hier ein weiterer Grund eine Rolle: Das steigende, persönliche Datenvolumen von Bildern und Dateien und die damit verbundenen monatlichen Kosten für die Erweiterung des Cloudspeichers bei den diversen Anbietern.

Vorteile einer „fremden“ Cloud:

– Nahezu immer und überall verfügbar

– Gesichert gegen Hardwaredefekte

– Meistens eine einfache Bedienbarkeit

– Apps für Smartphones und Tablet

– Zum Teil kostenlos

Nachteile:

– Man weiss nicht unbedingt, was mit den Daten gemacht wird

– Abhängigkeit vom Anbieter

– Bei größeren Datenmengen fallen monatliche Kosten an

Der Wunsch:

– Eine ausfallsichere Cloud unter meiner Kontrolle

– Große Kapazität

– Nutzbar auch außerhalb des Heimnetzes

Die Suche:

Gesucht wurde also die Möglichkeit, eine eigene Cloud zu realisieren. Viele Möglichkeiten bietet hier das Linux-Betriebssystem. Zum erstellen und konfigurieren eines eigenen Linux-Servers fehlt jedoch das Wissen. Vor allem, weil man die Sicherheit nicht außer Acht lassen darf. Denn, wenn der Server auch außerhalb meines Heimnetzes erreichbar sein soll, muss man sich im Klaren sein, dass der Server dauerhaft aus dem Internet erreichbar ist. Sorgt man nicht für die richtige Sicherheit, werden ungeschützte Server gerne „gekapert“ und für andere Zwecke, wie z.B. dem versenden von Spam, genutzt.

Welche Möglichkeiten gab es also. Auf der Suche im Internet bin ich auf Anbieter von NAS-Systemen gestoßen (NAS=Network Attached Storage). Übersetzt also Speicher, der ans Netzwerk/Internet angebunden ist. Solche Speicher gibt es schon seit Windows XP-Zeiten, wenn nicht sogar noch länger.

Aber:

2 Anbieter, auf die ich gestoßen bin (qnap und synology) warben mit deutlich mehr Funktionen. Funktionen, die typisch für Server sind und dazu relativ einfach zu konfigurieren, ohne zwingend Kenntniss von Linux oder anderen Betriebssystemen zu haben.

Das Gerät:

Da ich noch keine Erfahrungen hatte, wie das ganze funktioniert, entschied ich mich zunächst für die Einstiegsklasse von Synology. Diese wird bei dem Modellnamen mit einem „j“ am Ende gekennzeichnet. Zudem wollte ich einen Schutz gegen einen Hardware-Defekt haben. Meine Daten sollten also noch verfügbar sein, wenn eine Festplatte defekt ist. Ich entschied mich also damals für ein 2-Bay NAS. Also Platz für 2 Festplatten. Gestartet bin ich mit 2 „normalen“ Desktop-Festplatten, die ich zuvor in meinem Computer in Betrieb hatte. (2x 1000 GB)

Erreichbarkeit:

Die Erreichbarkeit aus dem Internet ist auch eine kleine Herausforderung. Das Problem hierbei ist, dass sich, vor allem bei privaten Anschlüssen, die sogenannte IP-Adresse immer wieder ändert. Die IP-Adresse kann man sich so vorstellen wie eine Postanschrift. Wenn man eine feste Anschrift hat, bekommt man seine Post ohne Probleme zugestellt. Wenn man aber seine Adresse alle 24 Stunden ändert, weiss die Post nicht mehr, wohin man die Briefe bringen muss. Dieses Problem wird mit sogenannten „Dynamischen-DNS-Anbietern“ gelöst. Hier wird die Adresse automatisch aktualisiert, sobald sie sich ändert.

Das nächste Problem, wenn man das „Haus“ (NAS) gefunden hat, ist das Erreichen der richtigen „Person“ (Software). Jede Software benutzt einen bestimmten Port. Einen Port kann man sich wie eine Zimmertüre vorstellen. Möchte man ins Badezimmer, muss man durch die Badezimmertüre usw. Bei privaten Routern, sind alle Ports standardmäßig gesperrt (verschlossen). Man muss im Router also eine Freigabe definieren, damit die Anfrage zur Cloud auch an das NAS zur richtigen Software weitergeleitet wird.

Die Lösung:

Nachdem die Grundeinrichtung mit Hilfe diverser Anleitungen im Internet gemacht wurde und alles auf den neusten Stand gebracht wurde, ging es um die zu nutzende Software auf dem NAS. Viele Programme werden über das Synology-eigene „Paketzentrum“ angeboten. Dort findet mach Erklärungen, wofür man das Programm nutzen kann. Die Cloud-Software von Synology, über die man Daten synchronisieren und sichern kann, nennt sich „Synology Cloud Station„. Inzwischen wurde die „Cloud Station“ durch das Programm „Drive“ abgelöst. Dieses bietet inzwischen etwas mehr Funktionsumfang wie die abgelöste „Cloud Station“. Die Einrichtung auf dem NAS erfolgte damals auch anhand diverser Internet-Anleitungen und Forenbeiträgen. Im Anschluss habe ich mir, bei einem Dynamischen-DNS-Anbieter, eine kostenfreie Internetadresse registriert und auf dem NAS eingerichtet. Somit war die Erreichbarkeit gewährleistet. Zuletzt wurden dann noch die Port-Freigaben im Router definiert.

Als alles korrekt eingerichtet war, habe ich die Windows-Desktop-Software installiert und konfiguriert und im Anschluss die von Synology angebotene App für mein Smartphone installiert und mit Hilfe der registrierten Internetadresse eingerichtet.

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